Todsünden des Kraftsports

Wenn es darum geht, Muskelmasse aufzubauen und gegebenenfalls Problemzonen effektiv zu definieren, haben es gerade die Anfänger oft viel zu eilig. Sie informieren sich nicht genug und begehen typische Fehler, die sich negativ auf die Gesundheit und die Trainingserfolge auswirken können. An dieser Stelle wollen wir die Todsünden des Kraftsports aufdecken und für unsere Leser genauer erläutern.

7 Fehler mit negativen Folgen

Warum so viele Menschen das Krafttraining falsch anpacken, ist eigentlich unverständlich. In den Weiten des World Wide Webs werden den Interessierten doch alle wichtigen Hinweise und Tipps bereitgestellt. Zum Beispiel habe ich hier Tipps zum Muskelaufbau gefunden. Wer mit dem Training gerade erst angefangen hat, sollte die folgenden Hinweise beachten: Einer der schlimmsten Fehler ist die mangelhafte Proteinzufuhr bei einem rapiden Aufbau der Muskelmasse. Eiweiß ist wie ein Kraftstoff, auf den die Muskeln nicht verzichten können. Oft wird das Verhältnis „Muskeln zu Protein“ mit einem Sportwagen verglichen, der ja auch den nötigen Kraftstoff benötigt, um seine volle Kraft zu entfalten. Ein Fingerhut Biodiesel wird dem Porsche schwerlich genügen. Wer die totale Stagnation und die damit verbundene Demotivation vermeiden möchte, darf fernerhin auf keinen Fall die Ruhepausen vernachlässigen. Sie sind wichtig, damit der Körper sich erholen und neue Muskelmasse aufbauen kann. Ähnlich fatale Folgen kann es haben, wenn man im Fitnessstudio stets einen Kaltstart hinlegt. Richtiges Aufwärmen ist unerlässlich – seit dem Sportunterricht in der Grundschule sollte das eigentlich klar sein! Wichtig ist auch eine gewisse Trainingsvarianz, damit der Wachstumsreiz der Muskeln nicht zum Erliegen kommt. Es mag vielleicht etwas komisch anmuten, dass ich an dieser Stelle auf etwas so Banales und Selbstverständliches wie die regelmäßige Flüssigkeitszufuhr hinweise, doch erstaunlicherweise beherzigen viele Kraftsportler diese einfache Grundregel immer noch nicht in ausreichendem Maße. Dabei ist die Dehydrierung der ärgste Feind des Kraftsportlers! Eine weitere Regel besagt, dass man das Cardio-Training und die Kraftübungen immer miteinander kombinieren sollte. Wer beispielsweise nur das Cardio-Training absolviert, wird nie den Körper erhalten, den er angestrebt hat. Und zum Schluss noch ein äußerst wichtiger Tipp für alle ergebnisorientierten Kraftsportler: Die Übungen immer schön langsam und sauber absolvieren. Dann wirken sie am besten.

Der Feind heißt Hektik

Das hektische, aggressive „Gepumpe“, mit dem sich Rocky Balboa auf unterhaltsame Weise in seinen Trainingsmontagen die Kraft und Härte von zehn Blauwalen antrainiert, eignet sich zum Muskelaufbau nur bedingt. Die Übungen sollten vielmehr langsam und bedächtig ausgeführt werden. Unsere Leser sollten die Wirkung des Schwungprinzips nicht unterschätzen. Wir wünschen viel Erfolg und ausreichend Motivation!

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