Sport bis ins hohe Alter

Viele Menschen glauben, dass Sport nur eine Angelegenheit für junge Menschen ist und dass eine regelmäßige Bewegung im Alter nicht mehr zwingend notwendig ist. Das ist jedoch schlicht und ergreifend falsch, denn im Grunde ist genau das Gegenteil der Fall. Zwischen dem 30. und dem 70. Lebensjahr bilden sich die Muskeln um 30 % zurück, bis zum 80. Lebensjahr sogar um 40 %, die Leistungsfähigkeit sinkt – aber nicht etwa nur aufgrund von normalen Naturgesetzen, sondern vielmehr auch auf Grund eines Rückgangs des Gebrauchs der Muskeln. Daraus ergibt sich ein Teufelskreis, je weniger die Muskeln gebraucht werden, umso mehr bilden sie sich zurück. Und je mehr sie sich zurück bilden, umso eher scheut man sich davor, sie zu nutzen. Dabei sind Muskeln nicht etwa aufgrund eines bestimmten Körperideals unbedingt notwendig, sondern aus ganz alltäglichen Gründen. So hat eine Studie zum Beispiel ergeben, dass die Mehrheit der circa 80jährigen Menschen nicht in der Lage ist, während einer Grünphase eine Straße zu überqueren. Sicher, hier geht es nicht darum, möglichst schnell und sportlich zu sein. Aber es geht darum, Risiken zu vermeiden oder zu mindern und auch im Alter alltägliche Aufgaben meistern zu können.

Die richtige Herangehensweise

Natürlich ist es dabei nicht erforderlich, dass man sich einem Fitnesskult und einem Schönheitswahn bis ins hohe Alter hinein hingibt. Dennoch sollte man aber auch im Alter auf regelmäßige Bewegung achten, damit die Muskeln nicht schwinden und man allen Herausforderungen des Alltags gewachsen bleibt. Regelmäßige Spaziergänge sind dazu eine tolle Gelegenheit. Für zu Hause gibt es verschiedene kleine Heimtrainer, an denen man die Muskeln wenige Minuten am Tag und sogar im Sitzen beanspruchen kann. Und auch Fitnesscenter und Gemeinden sind sich dieser Wichtigkeit bewusst geworden, so dass es nicht nur in den Studios, sondern auch auf kostenlos zugänglichen Plätzen in einigen Gemeinden in Deutschland spezielle Geräte für Senioren gibt, an denen sie ihre Muskeln sanft beanspruchen können, ohne sich dabei zu überanstrengen. Auf einer Art „Spielplatz“ stehen dann solche Geräte, die zum Nutzen einladen.