Ohne Muskelkater auf die Skipiste – Vorbeugung und Behandlung im Akutfall

Ohne Muskelkater auf die Skipiste

Der erste Tag im Skiurlaub: Das Wetter ist optimal, die Piste sieht einladend aus und am liebsten würde man sich sofort auf die Bretter stellen, um die Hänge unsicher zu machen. Doch insbesondere, wenn zuvor keine entsprechenden Aufwärmübungen absolviert wurden, können sich nach den ersten Abfahrten unangenehme Schmerzen in der Muskulatur einstellen; um Muskelkater zu vermeiden, sollten deshalb vor der ersten Abfahrt spezielle Übungen durchgeführt werden, die für eine Lockerung der Muskeln sorgen. Und wenn die Beine trotzdem anfangen zu schmerzen, helfen wirksame Methoden, die Beschwerden zu lindern.

Aufwärmübungen für Skifahrer – so werden die Muskeln locker

Während beim Skilanglauf viele verschiedenen Muskelgruppen beansprucht werden, beschränkt sich die Belastung beim Abfahrtski auf ganz bestimmte Bereiche. So werden insbesondere die Gesäßmuskeln, aber auch Bereiche an den Oberschenkeln belastet. Zusätzlich kommen bei der Abfahrt auch die Wadenmuskeln zum Einsatz. Doch nicht nur bestimmte Muskelpartien, auch Bänder und Sehnen werden während des Sports genutzt. Gezielte Aufwärmübungen können insbesondere untrainierten Skifahrern helfen, unangenehmem Muskelkater vorzubeugen. Die Übungen sorgen dafür, dass die Muskulatur langsam aktiviert und aufgewärmt wird; darüber hinaus wird auch der Kreislauf schonend in Gang gebracht. Optimales Aufwärmen umfasst vier Übungen:

  1. Hüpfen im Stand: Diese Übung wird durchgeführt, wenn bereits die Skistiefel angezogen sind. Aus dem Stand heraus werden hüpfende Bewegungen absolviert. Um die Gelenke nicht unnötig zu belasten, wird für diese Übung ein schneeiger Untergrund gewählt.
  2. Übungen für die Beine: Bei dieser Übung werden abwechselnd die Knie angehoben und in Richtung Kinn gezogen. Diese Übung wirkt besonders intensiv durch das Gewicht der Stiefel.
  3. Armkreisen zum Aufwärmen des Oberkörpers: Um auch den Oberkörper effektiv aufzuwärmen, hat sich das Armkreisen bewährt. Die Übung beginnt mit der einseitigen Kreisbewegung, anschließend folgen Durchgänge, bei denen beide Arme verwendet werden. Zum Schluss kann die Übung noch mit parallel und gegenläufigem Armkreisen durchgeführt werden. Die Kreisbewegungen sorgen für einen erhöhten Blutfluss in Richtung Arme und Finger; so wird auch die Gefahr des durch die Kälte hervorgerufenen Taubheitsgefühls verringert.
  4. Kniebeuge für die Oberschenkel: Zum Schluss sollten Skifahrer mehrmals tief in die Hocke gehen oder Kniebeugen absolvieren. Jetzt werden auch die Muskeln im Bereich der Oberschenkel und im Gesäß ausreichend durchblutet.

Die Phase des Aufwärmend sollte insgesamt etwa zehn bis fünfzehn Minuten in Anspruch nehmen. Während des Trainings ist Überanstrengung jedoch unbedingt zu vermeiden!

Akuter Muskelkater – effektive Behandlungsmöglichkeiten

Gerade Anfängern passiert es häufig, dass nach dem Training trotz aller Vorsicht die Muskeln schmerzen. Dann helfen unterschiedliche Maßnahmen, den Muskelkater zu lindern. In diesem Zusammenhang haben sich vor allem Wärmebehandlungen bewährt, die für einen gesteigerten Blutfluss und eine beschleunigte Heilung sorgt. So kann beispielsweise die gezielte Bestrahlung der betroffenen Muskelpartie mit Infrarot zu einer deutlichen Linderung der Symptomatik beitragen. In vielen Fällen hilft schon ein heißes Bad. Auch spezielle Einreibungen sorgen für ein angenehmes Gefühl auf der Haut und eine bessere Durchblutung; beides lockert die Muskeln auf. Besonders bewährt hat sich Franzbranntwein. Die Inhaltsstoffe der Einreibung – zu Beispiel Campher und Menthol – fördern die Durchblutung und lindern zusätzlich den Schmerz. Wenn Muskelkater vorliegt, sollte das Training keinesfalls abgebrochen, sondern moderate Bewegungen durchgeführt werden. Idealerweise verfügt das Skihotel über ein Schwimmbad; dann hat es sich als sinnvoll erwiesen, in mäßigem Tempo einige Bahnen zu schwimmen. Zwischendurch sollten immer wieder die Füße ausgelockert werden. Das leichte Training im Wasser wirkt sich auch positiv auf die Schmerzen aus. Bei sehr starken Beschwerden kann vorübergehend auch die Einnahme eines leichten Schmerzmittels von in Erwägung gezogen werden. Als sanfte Medizin sollten Skifahrer jedoch immer auch ein Fläschchen mit Arnika-Küglchen mit im Gepäck mitführen; im Akutfall verschafft die homöopathische Arznei rasch Linderung.

Insgesamt stehen zahlreiche Methoden zur Verfügung, die schmerzenden Muskeln effektiv zu behandeln. Doch mit den richtigen Aufwärmübungen tritt die lästige Symptomatik erst gar nicht auf. Und wer doch gefährdet ist, nimmt vor dem Training zusätzlich ein hochwertiges Magnesiumpräparat zu sich – das Nahrungsergänzungsmittel sorgt für zusätzlichen Schutz. Derart gewappnet, steht dem Spaß auf der Piste dann nichts mehr im Wege!

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