Laufen – Der Untergrund bestimmt den Trainingseffekt

Laufen ist nicht zwangsläufig gleich Laufen. Generell ist es natürlich eine Betätigung, der im Grunde jeder Mensch nachgehen kann. Die Geschwindigkeit, die Dauer und die Häufigkeit können je nach Leistungsgrad gewählt werden und trainiert werden kann bei Wind und Wetter an der frischen Luft, ohne dass man dabei Gebühren für ein Fitnessstudio oder einen Verein zahlen müsste. Doch wer läuft, der sollte im Vorfeld darüber nachdenken, welchen Untergrund er dazu wählt, denn die unterschiedlichen Untergründe können sich auf die Trainingseffekte und auch auf die Gelenke auswirken.

Der Waldboden

Wer auf Waldboden oder anderen, speziell für Läufer konzipierten Naturwegen läuft, der kann damit seine Ausdauer gezielt verbessern, da die Füße sich dem Boden immer wieder neu anpassen müssen. Gleichzeitig wirkt der weiche Boden sich positiv auf die Gelenke aus, da die Schritte abgedämpft werden. Wer jedoch zuvor an einer Verletzung der Fußgelenke gelitten hat und das Training langsam wieder aufnehmen möchte, der sollte lieber auf anderem Untergrund laufen: Die Gefahr, an Stöcken oder Steinchen umzuknicken, ist zu groß.

Die Straße

Für übergewichtige Läufer, die mit dem Training gerade erst beginnen, eignet sich asphaltierter Boden nicht sehr gut, da er nicht nachgibt. Die Gelenke werden dabei also extrem belastet. Guttrainierten Läufer jedoch, die sich vor allem auf die Steigerung ihres Tempos konzentrieren möchten, ist das Laufen auf der Straße zu empfehlen. Denn gerade die Tatsache, dass der Belag nicht nachgibt, fördert das Geschwindigkeitstraining.

Der Hallenboden/Tartanbahnen

Böden aus künstlichen Belägen, wie etwa in Hallen oder auf speziellen Bahnen, sind eben, federn die Schritte jedoch in einem guten Maß ab. Hallen eignen sich natürlich nicht sehr gut für ein andauerndes Lauftraining, Tartanbahnen dafür umso mehr. Auf ihnen kann das Tempo gesteigert werden, auch die Leistungsfähigkeit kann in Intervalleinheiten verbessert werden. Auch übergewichtige Menschen können dann der gelenkschonenden Federung sehr gut auf solchen Bahnen mit dem Laufen beginnen.

Der Strand

Laufen am Strand ist ein Traum vieler Sportler. Der Sand verlangt sehr viel Kraft ab, deshalb kann das Laufen am Strand das Muskelwachstum sehr gut fördern. Doch auch gut trainierte Sportler sollten nicht länger als 10 bis 15 Minuten im Sand laufen, da die Gelenke dabei extrem beansprucht werden.