Achtung vor Übertraining!

Training jeder Art soll dazu da sein, Muskeln und Kondition zu stärken und zu verbessern und zu einem Wohlfühlen im eigenen Körper führen. Wird der Körper jedoch überanstrengt und überfordert, so kann es sein, dass sich gerade im Kraftsport trotz erheblicher Anstrengungen keine sicht- und messbaren Ergebnisse mehr einstellen, die Rede ist dann häufig vom so genannten Übertraining.

Ursachen für das Übertraining

Ein Übertraining kann auftreten, wenn ambitionierte, aber untrainierte Sportler schnell möglichst hohe Ziele erreichen wollen und ihren Muskeln dann mehr zumuten, als sie verkraften können. Zu viele Wiederholungen, zu schwere Gewichte, zu kurze Ruhephasen – all das können Ursachen für Übertraining sein, die einzeln oder im Verbund zu verschiedenen Symptomen führen können. Dabei sollte man bedenken, dass der Körper nicht nur den sportlichen Herausforderungen gewachsen sein muss, sondern auch denen des Alltags. Auch privater oder beruflicher Stress können einen Übertraining begünstigen.

Zwei Arten von Übertraining

Man unterscheidet in ein kurzfristiges und ein langfristiges Übertraining, das wiederum in zwei Arten unterschieden werden kann, das basedowoide und das addisonoide Übertraining. Bei einem kurzfristigen Übertraining gelangt der Sportler an eine Leistungsgrenze. Mit einer Trainingspause von einigen Tagen kann dem schon entgegengewirkt werden. Anders beim echten Übertraining: Ein addisonoides Übertraining macht sich häufig lediglich durch eine schnelle Ermüdung beim Training bemerkbar. Hinzu kommen natürlich ausbleibende Leistungsverbesserungen. Beim basedowoiden Übertraining können zusätzlich ein schlechter Schlaf, Appetitverlust, Gewichtsreduktion, Unruhe, Gereiztheit und Atembeschwerden auftreten. Der Körper hat dabei keine Möglichkeit mehr, sich von der Belastungs- auf die Ruhephase umzustellen, da zu häufig und zu stark trainiert worden ist.

Behandlung

Bei echtem Übertraining muss das Training stark reduziert werden, damit der Körper wieder lernt, sich zu regenerieren und somit auch neue und stärkere Reize wieder verarbeiten kann. Die Erstellung eines neuen, längerfristigen Trainingsplans, der gegebenenfalls auch eine Umstellung der Ernährung umfassen muss, sollte unter Absprache mit dem Fitnesstrainer und einem behandelnden Arzt erfolgen, um dauerhafte Schäden auszuschließen und die Leistungsfähigkeit wiederherstellen zu können.